Sonntag, 29. November 2015

Namibia! Zu schön um auszureisen!

Pausentag an der C19 im Agama Camp. Draußen ist es heiß und heute ist der erste Advent. Wir schätzen das es wieder mal an die 40 Grad sind und da ist außer Pause machen nicht viel drin.

Ihr fragt euch bestimmt was wir die letzten Wochen so getrieben haben und ich kann euch sagen, eigentlich nicht viel und doch ist ne Menge geschehen.

Wir waren am Waterberg,
und auf unserem Weg dort hin haben wir Sara und Simon kennengelernt. Die beiden haben ihren alten Defender von England nach Kenia verschifft und sind nun in Namibia angekommen. Das austauschen von Reiseinfos war eben so nett, wie das gemeinsame genießen von unserem neuen Lieblingsgetränk Black Widdow - Wodka mit Caramel. Sau lecker sag ich euch.

Am Waterberg sind wir in aller Frühe aufgestanden, um den Sonnenaufgang vom Plateau aus zu genießen. Der Aufstieg war anstrengend und steinig, zum Glück ist es so früh morgens noch nicht unerträglich heiß und das schwitzen konnte bis zum Abstieg warten. Nach einer Stunde und 15 Miniuten war es dann geschafft. Leider waren wir die obligatorischen 5 Minuten zu spät und die Sonne hatte sich schon ihren Weg gesucht. Machte aber nichts, es hat sich trotzdem gelohnt. Der Ausblick ist gigantisch und die Farben am Berg beeindruckend.





Dieser kleine Rockdassi ist Andreas neuer Freund. Als Aufforderung ihm doch mal was zum fressen zu geben, hat er sogar an seiner Hose geknabbert.




Leider mußten wir mal wieder in die Stadt (Windhoek), um unseren Matatu fit zu bekommen. Andreas hatte schon vor einiger Zeit gesehen, dass die Lager am Triebling im Differenzial, Spiel haben und mit dem Problem noch lange weiter fahren, war nicht drin. Also haben wir uns für ein paar Tage bei der Elisenheim Lodge eingenistet und sind fast täglich nach Windhoek rein gefahren. Andreas hat eine gute Werkstatt (Etzold Auto Repairs) gefunden und durfte sogar helfen am Auto zu arbeiten. So blieb ich eines Morgens um halb sieben mit ein paar wenigen Gepäckstücken und Essenvorräten am Campingplatz zurück, und Andreas und unser Zuhause sind abgerollt. Andreas hat sich in der Werkstatt sofort sehr wohl gefühlt und den Männern gut zugearbeitet. Leider ist ihm beim ausbauen die Kardanwelle auf den Kopf gefallen und von der Beule sieht man jetzt noch was. Der Diff-Doctor hat mit viel Fingerspitzengefühl alles zusammengebaut und so hatte ich meinen Andreas und unser Auto abends um sechs wieder zurück. Ein langer und erfolgreicher Tag. Andreas hat sogar eine Einladung, als Praktikant wiederzukommen, bekommen.
Kommentar Andreas:
Als ich nach einem Kostenvoranschlag gefragt habe und mich mit dem Chef etwas unterhalten habe, musste ich kurz zur Seite gehen. Es war eine Minute zuvor ein Landcruiser mit etwas schmutzigen Reifen in die Halle gefahren worden. Die Abdrücke auf dem Boden mussten natürlich sofort weg gewischt werden, und das war der Grund warum ich kurz zur Seite gehen musste. Eine so ordentliche Werkstatt habe ich in Deutschland noch nicht betreten. Das ist auch Afrika!
Ich habe das Differenzial selbst ausgebaut, weil kurz vor den Weihnachtsferien immer alle ihren Wagen noch mal checken lassen und somit die Man-Power sehr knapp war.
Der eigentliche Job, nämlich die Lager tauschen und das Lagerspiel einstellen, wurde aber (besser als schon zuvor in Deutschland) vom Profi mit unter anderem einer aufs hundertstel genauen Messuhr erledigt. Ich habe an diesem Tag einiges gelernt und vor allem, dass ich es nicht selber hätte machen können, alleine schon wegen dem nötigen Spezialwerkzeug. Und gekostet hat es nur 2/3 von dem was wir in Deutschland bezahlt haben.

Die Tage in der Stadt waren teuer, denn zu viele Geschäfte verlocken dazu, hier und da mal zuzuschlagen. Meine Schuhsuche blieb erfolglos. Kein einziges Paar Birkenstock gabs zu finden.

Glücklich, froh und etwas verspätet, denn der Abreisetag aus Windhoek verzögerte sich aufgrund des Ivecos nochmal um zwei Tage, ging es raus aus der Stadt, zur Blutkoppe. Ein schöner Ort inmitten von Granitfelsen. Die Steine sind so raff und rau das man mühelos auf ihnen hoch und runter laufen kann, da haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen einen Sonnenuntergang von ganz oben anzusehen.




Phil hat immer ganz lustige Ideen und so haben wir ein kleines Wasserloch gebaut um Tiere anzulocken. Die Idee kam, weil am Abend zuvor ein kleiner Batearedfox umher streunte. Am Wasserloch haben wir die Erde ganz glatt gezogen, um evetuelle Spuren im Sand zu sehen. Auch zwei Eier sollten als Lockstoff dienen. Leider sind in der Nacht keine Tiere da gewesen. Erst am nächsten Morgen haben sich einige Vögel zum Wasser verirrt. Die Mangusten und Streifenhörnchen waren sehr zurück haltend und haben sich lieber um die Möhrenschalen vom Vorabend gestritten, die ich doch so gut verbuddelt hatte. Die Mangusten können ganz schön fauchen, wenn die was nicht wollen und die Rockdassi drehen zur Verteildigung einfach den Hintern zu. Frech. Das Schauspiel haben wir ganz gespannt beim Frühstück vefolgt.


In Swakopmund angekommen gabs schon wieder was am Iveco zu reparieren, und Angie und Phil tun uns echt leid, denn die beiden sitzen jetzt schon seit 4 Tagen vor der Werkstatt im Industriegebiet und warten, weil sie nicht weiter fahren können. Das Vorgelegegetriebe ist kaputt und die beiden konnten die letzten 20 km nur noch im Allrad fahren. Wir denken an euch und hoffen das morgen ein guter Tag für euch wird und ihr wieder auf die Straße könnt.

Wir sind nach drei Tagen Swakopmund weiter Richtung Süden und haben einen Schwenker über Walvisbay gemacht. Auf dem Weg zum Pelicanpoint, wo wir aufgrund des Tiefsands nie angekommen sind :-), haben wir diese Flamingos gesehen. Die stehen bei Walvisbay überall im Wasser, zu Tausenden.



Wir haben uns auf den Spuren von Henno Martin bewegt und haben die einzigartig harsche, einsame aber auch wunderschöne Landschaft erfahren. Andreas hatte das Buch -Shelter in the desert- verschlungen und genossen, sodass wir das Zuhause der beiden Wüstenpiraten aufgesucht und gefunden haben. Andreas hat mir unter dem Felsvorsprung ein paar Seiten aus dem Buch vorgelesen und wir haben zusammen gesponnen, wie es sich wohl vor mehr als 60 Jahren in der Höhle gelebt hat.



Im Kuiseb River mussten wir uns dann noch zweimal bergen und so sieht das eben aus wenn die Beifahrerin alles Bergematerial wieder zum Auto schafft.



Schöne Grüße von der C19 Andreas und Mareike

Kommentare:

  1. schönen 1.advent in nambia für mareicke u andreas

    von ingrid u günter aus enger

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    1. Hallo ihr beiden. Danke wir hatten einen schönen Tag, wenn auch heiß und wenig weihnachtlich. :-)
      Wir hoffen ihr hattet auch einen schönen Sonntag. Liebe Grüße nach Enger.
      Mareike und Andreas

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